Bei Tibber möchten wir deinen Stromverbrauch so transparent und fair wie möglich abrechnen und dir helfen, deinen Verbrauch zu reduzieren und den Strom smarter zu nutzen, um damit nebenbei auch deine Kosten pro kWh zu senken.
In der Tibber Verbrauchsabrechnung taucht immer wieder der Begriff Standardlastprofil auf. Hier erfährst du mehr.
Gut zu wissen vorab: Das SLP betrifft vor allem Kund:innen ohne Smart Meter (also mit monatlich dynamischer Abrechnung). Hast du einen Smart Meter, wird dein Verbrauch über echte Viertelstundenwerte abgerechnet, nicht über das SLP.
Was sind Lastprofile?
Lastprofile werden in der Energieversorgung verwendet, um die abgenommene Leistung, also den Strom- oder Gasverbrauch, von Endverbraucher:innen für einen gewissen Zeitraum zu prognostizieren. Dabei wird zwischen bestimmten Kund:innengruppen unterschieden, die ein repräsentatives Verbrauchsverhalten vorweisen. Beispiele sind Privathaushalte, unterschiedlichste Gewerbe oder auch landwirtschaftliche Betriebe.
Was ist das Standardlastprofil (SLP)?
Tibber hat sich auf die Stromversorgung von Privathaushalten spezialisiert. Deshalb ist das für uns relevante Standardlastprofil das sogenannte H0, das den Stromverbrauch eines prototypischen Haushalts prognostiziert. Bei der Berechnung werden unterschiedliche Faktoren einbezogen, die folgende Frage so genau wie möglich beantworten sollen: Wie viel Strom wird wann verbraucht?
Ganz konkret: Wann im Tages-, Wochen- und Jahresverlauf wird im Haushalt der meiste Strom verbraucht? Klar, morgens und abends und am Wochenende sind wir meistens zu Hause und verbrauchen dementsprechend Strom. Nachts wiederum deutlich weniger. Auch die Jahreszeit ist nicht außer Acht zu lassen: In der dunklen Jahreszeit schalten wir im Tagesverlauf deutlich früher das Licht ein.
Ebenso berücksichtigt werden die Anzahl an Personen im Haushalt und der Vorjahresverbrauch des angemeldeten Stromzählers. Aus all diesen Faktoren ergibt sich eine standardisierte Verbrauchskurve, die den Stromverbrauch so genau wie möglich abbilden soll. Dieses Verfahren wurde etabliert, weil in Deutschland die große Mehrheit an Verbraucher:innen über keine Messeinrichtungen verfügt, die Verbrauchsdaten automatisiert und in Echtzeit versenden können.
Wann nutzen wir bei Tibber das SLP?
Wir wenden das SLP nur in bestimmten Fällen an:
Fehlender Zählerstand (SLP-Kund:innen): Wenn du monatlich dynamisch abgerechnet wirst und wir zum 1. Tag des Monats keinen rechtzeitigen Zählerstand von dir bekommen, schätzen wir Verbrauch und Tagesverteilung vorübergehend übers SLP. Sobald du wieder einen Stand einträgst, korrigiert sich das automatisch mit der nächsten Rechnung.
Pulse-Ausfall (vor dem 30. Juni 2026 verbundener Pulse IR): Fällt dein Pulse mal aus und liefert keine Daten, überbrücken wir die Lücke mit dem SLP.
Beim Stromeinkauf: Solange keine intelligente Messeinrichtung verbaut ist, schätzen wir über das SLP deinen Bedarf, um deinen Strom am Day-Ahead-Markt (EPEX-Spotmarkt) für dich einzukaufen.
Gut zu wissen: Das SLP selbst ist immer dasselbe (H0). Was auf deiner Rechnung schwankt, ist der gewichtete Durchschnittspreis pro kWh, denn der wird aus dem SLP und den viertelstündlichen Börsenpreisen berechnet, und die Börsenpreise verändern sich laufend.
Der beste Weg: ein Smart Meter
Mit einem intelligenten Setup lässt sich dein Verbrauch nicht nur an die günstigsten Stunden des Tages anpassen, du nutzt gleichzeitig auch vermehrt grünen Strom. Denn wenn der Strompreis sinkt, ist der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix besonders hoch. Deshalb setzen wir uns bei Tibber für den flächendeckenden Ausbau moderner Stromzähler ein.
Das Beste: Wenn du eine steuerbare Verbrauchseinrichtung hast, zum Beispiel eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder einen Batteriespeicher, bekommst du deinen Smart Meter über unseren Partner Inexogy sogar kostenlos.
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